Freiarbeitsmaterial

Das Freiarbeitsmaterial stellt in der Montessori Pädagogik einen zentralen Bestandteil dar. Die Freiarbeit, die von Maria Montessori als „freie Wahl“ bezeichnet wurde, ist als Gegensatz zu der klassischen Wissensvermittlung in den Regelschulen zu verstehen, die häufig durch Frontalunterricht für alle Schüler geschieht. In den letzten Jahren hat die Freiarbeit aber auch in diesen Schulen zumindest ihren Eingang gefunden, was sehr zu begrüßen ist. Allerdings wird die Freiarbeit hier häufig nur zum Zwecke der Wiederholung oder Übung eingesetzt, während das Freiarbeitsmaterial nach Montessori vorrangig dazu dienen soll, neue Inhalte zu erlernen.


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Bei der Freiarbeit geht es darum, dass die Kinder oder Schüler aus einer großen Auswahl von zur Verfügung gestelltem Freiarbeitsmaterial das auswählen, mit dem sie sich augenblicklich am liebsten beschäftigen möchten. Jedes Kind darf sich mit dem Freiarbeitsmaterial so lange und so viel es möchte beschäftigen, es darf sich auch mit Mitschülern darüber austauschen oder Unterstützung bei ihnen oder dem Erzieher oder Lehrer suchen.

Freiarbeitsmaterial soll also die Freiheit des Kindes insgesamt unterstützen, hierzu gehört die Freiheit des Interesses (welches Material wähle ich aus?), die Freiheit der Kooperation (möchte ich Unterstützung, und wenn ja, von wem?) und die Freiheit der Zeit (wie lange möchte ich mich mit dem Material beschäftigen?). Trotz dieser Freiheiten sind die Kinder jedoch dazu angehalten, die Beschäftigung mit dem Freiarbeitsmaterial zu Ende zu führen und nicht grundlos zu unterbrechen.

Weiterhin ist das Freimaterial so konzipiert, dass die Fehlerkontrolle durch die Kinder selbst möglich ist. Dabei werden die Kinder dazu animiert, solange und so oft wie möglich nach einer Lösung zu suchen, allerdings auch nur in dem Rahmen, wie das Kind es selbst für nötig erachtet.

Mittlerweile gibt es auch Regelschulen, die die Freiarbeit von Montessori in ihren Lehrplan integriert haben und sich somit die Möglichkeit geschaffen haben, den Unterricht differenzierter und individueller zu gestalten, eben den Lernbedürfnissen der Kinder entsprechend.