Montessori

Montessori Kinderhaus

Freitag, 18. Mai 2007 von admin

Unter einem Montessori Kinderhaus versteht man eine Einrichtung für meist drei- bis sechsjährige Kinder, in der nach den Grundsätzen der Montessori Pädagogik gearbeitet wird und die entsprechenden hierfür entwickelten Standards einhält.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Standards ist die Einstellung der im Montessori Kinderhaus tätigen Erzieher gegenüber den Kindern. Sie sollen sich als Mitarbeiter und Beistand der Kinder verstehen, anleitend tätig sein und Situationen schaffen, welche die kindliche Neu- und Wissbegier anregt. Von den Erziehern in einem Montessori Kinderhaus wird vor allem Geduld und eine gute Beobachtungsgabe erwartet, damit sie die tiefe Konzentration eines Kindes bei der Beschäftigung erkennen uns sich in dieser Situation zurückhalten und nicht einmischen.

Auch die Einrichtung eines Montessori Kinderhauses folgt festgelegten Standards, so stellt das ganze Kinderhaus eine vorbereitete Umgebung dar, die weder am Eingang noch an den Türen Halt macht. Herzstück des Kinderhauses sind die Gruppenräume, die den Kindern gleichzeitig genügend anregendes Material bereitstellen und zugleich den Freiraum lassen sollen, sich in aller gewünschten Ausführlichkeit mit ihm zu beschäftigen. In der Regel sind die Gruppenräume in bestimmte Tätigkeitszonen unterteilt, so gibt es beispielsweise eine Leseecke, einen Maltisch oder einen Rollenspielbereich. Alle Materialien sind in den Gruppenräumen für die Kinder leicht zugänglich und können jederzeit genutzt werden, dabei ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Materialien eine wichtige Regel, die von allen einzuhalten ist.

Montessori Kinderhäuser finden sich sowohl auf dem Land als auch in der Stadt und sind prinzipiell nicht teurer als „normale“ Kindergärten. Sie stehen Kindern aus allen gesellschaftlichen Schichten offen.

Montessori Spielzeug

Freitag, 18. Mai 2007 von admin

Für Maria Montessori ist gutes Spielzeug viel mehr als ein kurzfristiger Zeitvertreib, deshalb bevorzugt sie den Begriff des Materials. Das Montessori Spielzeug zeichnet sich durch bestimmte Eigenschaften aus, die vor allem der aktiven Beschäftigung des Kindes mit dem Material dienen sollen. Hierzu gehört beispielsweise die Ausrichtung und Konzentration auf eine einzige Sinnesqualität (z.B. Hören oder Fühlen). Spielzeug, mit dem keine aktive Erfahrung durch die eigenen Sinne möglich ist, wird zwar auch zusätzlich angeboten, aber häufig nicht in Anspruch genommen. Diese Beobachtung bestätigt die Annahme Montessoris, dass Kinder die aktive Beschäftigung suchen und keineswegs desinteressiert am Erlernen neuer Erfahrungen sind.

Beschäftigen sich Kinder mit Montessori Spielzeug, so berichten die Erzieher und Erzieherinnen von einer tiefen Konzentration, die bei ihnen zu beobachten ist und die nicht gestört werden darf. In dieser Phase, die auch schon bei kleinen Kindern zu beobachten ist, finden eine intensive innere Beschäftigung und das Erlernen neuen Wissens durch die gerade gemachten Erfahrungen statt.

Montessori Spielzeug gibt es für alle Altersstufen, allerdings ist es in Montessori Kinderhäusern üblich, dass jedes Material nur einmal zur Verfügung steht. Kinder, die zeitgleich mit dem gleichen Spielzeug spielen möchten, müssen sich untereinander absprechen und aufeinander Rücksicht nehmen. So hat das Spielzeug selbst nicht nur eine bildende, sondern auch eine erzieherische Komponente.

Die Erzieher und Erzieherinnen sind im richtigen Umgang mit dem Montessori Spielzeug geschult, ihre Aufgabe besteht darin, die Kinder in ihren Erfahrungen behutsam zu unterstützen.

Bei Montessori-Shop.de gibt es eine große Auswahl an Montessori Spielzeug.

Freiarbeitsmaterial

Freitag, 18. Mai 2007 von admin

Das Freiarbeitsmaterial stellt in der Montessori Pädagogik einen zentralen Bestandteil dar. Die Freiarbeit, die von Maria Montessori als „freie Wahl“ bezeichnet wurde, ist als Gegensatz zu der klassischen Wissensvermittlung in den Regelschulen zu verstehen, die häufig durch Frontalunterricht für alle Schüler geschieht. In den letzten Jahren hat die Freiarbeit aber auch in diesen Schulen zumindest ihren Eingang gefunden, was sehr zu begrüßen ist. Allerdings wird die Freiarbeit hier häufig nur zum Zwecke der Wiederholung oder Übung eingesetzt, während das Freiarbeitsmaterial nach Montessori vorrangig dazu dienen soll, neue Inhalte zu erlernen.

Bei der Freiarbeit geht es darum, dass die Kinder oder Schüler aus einer großen Auswahl von zur Verfügung gestelltem Freiarbeitsmaterial das auswählen, mit dem sie sich augenblicklich am liebsten beschäftigen möchten. Jedes Kind darf sich mit dem Freiarbeitsmaterial so lange und so viel es möchte beschäftigen, es darf sich auch mit Mitschülern darüber austauschen oder Unterstützung bei ihnen oder dem Erzieher oder Lehrer suchen. Häufig ist Freiarbeitsmaterial so konzipiert, dass die Kinder bei gestellten Aufgaben ihre Leistung selbst kontrollieren können.

Freiarbeitsmaterial soll also die Freiheit des Kindes insgesamt unterstützen, hierzu gehört die Freiheit des Interesses (welches Material wähle ich aus?), die Freiheit der Kooperation (möchte ich Unterstützung, und wenn ja, von wem?) und die Freiheit der Zeit (wie lange möchte ich mich mit dem Material beschäftigen?). Trotz dieser Freiheiten sind die Kinder jedoch dazu angehalten, die Beschäftigung mit dem Freiarbeitsmaterial zu Ende zu führen und nicht grundlos zu unterbrechen.

Freiarbeitsmaterial aus den unterschiedlichsten Bereichen finden Sie bei Montessori-Shop.de.

Therapiematerial

Freitag, 18. Mai 2007 von admin

In Montessori Kinderhäusern finden sich häufig sowohl nicht-behinderte als auch behinderte Kinder. Von Beginn an wird ein gemeinsames Zusammenleben ohne Vorurteile und Ausgrenzung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen, wie sie in der Montessori Pädagogik genannt werden, angestrebt.

Doch nicht nur in diesem Zusammenhang, sondern auch bei der Arbeit mir Kindern, die Lernschwächen haben, ist das eingesetzte Therapiematerial besonders wichtig. Kinder mit Legasthenie können ihre Schwierigkeiten mit dem Förder- oder Therapiematerial aus dem Bereich Sprache abschwächen. Aufgrund der speziellen Materialien sind die Kinder nicht so leicht überfordert, sondern können sich ganz nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten unbegrenzt lange und intensiv mit dem Material auseinandersetzen.

Rechenschwächen können mit speziellem Therapiematerial, dem so genannten mathematischen Material nach Montessori abgemildert werden. Zahlen und geometrische Formen sowie andere abstrakte Konstrukte wie z.B. Bruchzahlen werden kindgerecht aufbereitet und ebenso präsentiert.

Viele Kinder leiden unter Konzentrationsstörungen und können sich bei normalen Lernaufgaben nicht lange genug auf die Tätigkeit konzentrieren. Ungeduld, Frustration und Desinteresse sind die Folge. Das Therapiematerial der Wahl ist in diesem Fall das so genannte Nikitin-Material, das genau darauf ausgerichtet ist, die Konzentration eines Kindes zu fördern und gleichzeitig die Aufmerksamkeit länger an eine Aufgabe zu binden. Nikitin-Material schult gleichermaßen Denk- und Kombinationsvermögen und vermittelt durch seine kindgerechte Umsetzung Freude am Lernen.

Therapiematerial für die unterschiedlichsten Lernschwächen gibt es bei Montessori-Shop.de.

Lernspielzeug

Freitag, 18. Mai 2007 von admin

Das Lernspielzeug, das in Montessori Kinderhäusern und Schulen zum Einsatz kommt, hat weltweit großes Interesse geweckt und mittlerweile auch Einzug in Regelkindergärten und Schulen gefunden. Die reine Anwendung des Lernspielzeugs ist aber nicht mit der Anwendung nach Montessori zu verwechseln, denn sie setzt ein tiefes Verständnis der Montessori Pädagogik voraus.

Das Montessori Lernspielzeug ist immer nach den gleichen Prinzipien konzipiert. Es ist ästhetisch in Form und Farbe und besteht in den allermeisten Fällen aus dem Material Holz. Kräftige Farben und klare Formen laden das Kind zur aktiven Beschäftigung mit diesem Lernspielzeug ein und fordern es dazu auch wiederholt ein, d.h. das Interesse kann lange aufrechterhalten werden. Das Lernspielzeug ist immer auf eine Sinnesmodalität ausgerichtet, also entweder auf das Gehör oder das Auge oder die Hände, so wird Ablenkung und Irritation vermieden und das Kind kann sich ganz ausführlich auf das Lernspielzeug konzentrieren.

Besonders wichtig ist, dass das Kind sich ohne Erzieher oder andere fremde Hilfe mit dem Lernspielzeug auseinandersetzen kann, dies schließt auch die Fehlerkontrolle ein. Dennoch sollen die Erzieher den ersten Umgang mit dem Lernspielzeug vermitteln und zwar möglichst nach den vorgegebenen Standards. Hierzu gehören drei Stufen: Zunächst wird das Lernspielzeug präsentiert und die grundlegenden Begriffe genannt, bei einem geometrischen Lernspielzeug z.B. die Namen der Formen wie Kreis, Quadrat, Dreieck, usw. Mit gezielten Aufträgen soll das Kind nun die ersten Erfahrungen mit dem Spiel machen, ein Beispiel hierfür ist die Zuordnung der Formen zu ihren Namen oder zu gleichartigen Formen. Im dritten Schritt erfolgt dann die Benennung der Formen.

Das bei Montessori-Shop.de erhältliche Lernspielzeug richtet sich nach diesen Prinzipien.

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